Demokratie braucht Erinnerung

 

2019 ist viel geschehen: Wir haben unsere Webseite überarbeitet und können sie im Rahmen unseres vom Lokalen Aktionsplan Weimar geförderten Projekts Demokratie braucht Erinnerung zudem ausbauen, um Ihnen die Ergebnisse unserer bisherigen und aktuellen Recherchearbeit zur Verfügung zu stellen. Das betrifft insbesondere die Biographien von Weimarer Verfolgten im Nationalsozialismus, aber auch generelle Informationen zu Weimar, seinen Gebäuden, Institutionen und seiner städtischen Infrastruktur zur NS-Zeit.

Darüber hinaus konnten wir dank der Förderung zu den Biographien von Ernst Praetorius und den Familien Eisenbruch, Leopold und Sachs forschen. Wir zeigten eine Ausstellung zu den Stolpersteinen in Weimar und führten ein Geschichtsprojekt an Schulen durch, in dem wir mit Weimarer Schülerinnen und Schülern auf lokaler Basis zur Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung im Nationalsozialismus gearbeitet haben. Auch Stadtrundgänge haben wir allen Interessierten kostenfrei angeboten: Die Rundgänge haben sich thematisch am jeweiligen Datum orientiert: Am 10. Mai und am 20. September begaben wir uns auf die Spuren der Opfer der Deportationen von 1942. Und am 1. September, dem 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen, erkundeten wir das politische Weimar zur NS-Zeit.

Anfang November fand zudem die Verlegung von zwölf neuen Stolpersteinen (s. u.) statt.

Jahresflyer 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlegung weiterer Stolpersteine

Am Sonntag, dem 3. November, begrüßen wir Katja Demnig in Weimar. Sie wird ab 14 Uhr zwölf weitere Stolpersteine verlegen. Wir möchten damit an die Familien Leopold, Eisenbruch und Eichenbronner, an Edith Berlowitz und an Sonja Bromberg erinnern.

Folgender Ablauf der Verlegungen ist geplant:
Ernst-Kohl-Straße 27, 14 Uhr:    Stolpersteine für Familie Leopold
Ernst-Thälmann-Straße 41:        Stolpersteine für Familie Eisenbruch
Paul-Schneider-Straße 44:          Stolperstein für Sonja Bromberg
Paul-Schneider-Straße 4:            Stolpersteine für Familie Eichenbronner
Schillerstraße 17, 17 Uhr:           Stolperstein für Edith Berlowitz

Über die Familien Eichenbronner und Berlowitz können Sie hier mehr erfahren. Zu den Familien Eisenbruch und Leopold haben im vergangenen Jahr Schüler geforscht, ihre Ergebnisse werden im Vorfeld der Verlegung in der Thüringer Allgemeine publiziert.

Wir laden Sie herzlich ein, an den Verlegungen teilzunehmen. Aufgrund der längeren Strecke empfehlen wir, mit dem Rad zu kommen.

Die Verlegung der Stolpersteine ist Teil unseres diesjährigen Projekts „Demokratie braucht Erinnerung“, das durch den Lokalen Aktionsplan Weimar gefördert ist.

 

Ausstellungseröffnung im Hauptbahnhof Weimar: Stolpersteine in Weimar

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung unserer Ausstellung “Stolpersteine in Weimar” am 20. Oktober um 15 Uhr in den Weimarer Hauptbahnhof ein. Die Ausstellung wird bis zum 17. November in der Halle des Hauptbahnhofs kostenfrei zu sehen sein.

Sie berichtet von den Lebenswegen einiger Menschen, für die in Weimar seit 2008 Stolpersteine verlegt wurden. Die Biographien von Kurt Nehrling, Jenny Fleischer-Alt, den Familien Appel, Ortweiler und Berlowitz und anderen geben Auskunft über Weimarer Bürgerinnen und Bürger, die aus der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen, entrechtet und verfolgt wurden.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Demokratie braucht Erinnerung“, das durch den Lokalen Aktionsplan Weimar im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gefördert wird.