Audiorundgang: nationalsozialistische “Rassenhygiene” in Weimar

Dem euphemistisch „Euthanasie“ genannten Massenmord der Nationalsozialisten an Menschen mit psychischen, seelischen oder körperlichen Beeinträchtigungen, aber auch an Unangepassten und Ausgeschlossenen fielen etwa 300 000 Menschen zum Opfer. Seine Wurzeln findet dieser Mord u.a. in der Diskussion der Eugeniker um „minderwertiges“ oder „unwertes“ Leben, die Ende des 19. Jahrhunderts aufkam.

Im nationalsozialistischen Thüringen war die Gauhauptstadt Weimar für die wissenschaftliche Diskussion und die praktische Umsetzung der „Rassenhygiene“ von zentraler Bedeutung. Noch heute lässt sich an Gebäuden und Orten wie z.B. dem „Landesamt für Rassenwesen“ in der Marienstraße, dem Gesundheitsamt oder dem Krankenhaus Am Kirschberg (heute Sitz der Polizei) die Ideologie und die „Optimierung“ der „Volksgesundheit“ erläutern.

Da Rundgänge mit Gruppen zur Zeit nicht möglich sind, wir Ihnen und euch aber dennoch einen Einblick in das Thema speziell in Bezug auf die Stadt Weimar ermöglichen wollen, haben wir einen Audiorundgang erstellt:

1. Was die NS-Euthanasieverbrechen mit „Rassenhygiene“ und „Volksgemeinschaft“ zu tun haben – Hintergrund

Brief von Karl Astel an Stadtvorstand Weimar bzgl. des Volkslehrstücks „Erbstrom“
StadtAW 16/102-03-5/1 (2)

2. Marienstraße 13/15: Landesamt für Rassewesen

3. Burgplatz 2: Gesundheitsamt der Stadt Weimar

4. Am Kirschberg 1: Krankenhaus am Kirschberg

5. Karlstraße 7: Erika Haase